Alle Einträge vom 28.1.2013

«Friends» made in China

Monday, 28.1.2013

“… eine originalgetreue Kopie des «Central Perk» …” Quelle: 20min.ch.


Politically, Beijing has been shrouded in smog too

Monday, 28.1.2013

Beijing Observation: Xi Jinping the Man Von Gao Yu 高瑜 (seeingredinchina.com). Chin. Text: 男儿习近平 (DW).


Chinese anti-corruption drive nets Politburo member [Li Jianguo] – paper

Monday, 28.1.2013

Quelle: Reuters


Trommel- und Glockenturm sind heute nicht mehr, was sie einmal waren

Monday, 28.1.2013

Von Yan Dingfei 严定非. Übersetzung: Ingrid Fischer-Schreiber. Chin. Text hier. Quelle: Dt.-Chin. Kulturnetz.


China’s Urban Billion: The Story Behind the biggest Migration in Human History, by Tom Miller

Monday, 28.1.2013

Buchbesprechung von Simon Rabinovitch. Quelle: FT.


Baden als Beamtenpflicht

Monday, 28.1.2013

Warum ist es die vornehmste Pflicht eines chinesischen Beamten, seinen Vorgesetzten ins Bad zu begleiten? Quelle: 为什么中国官员的主要工作是陪领导洗澡? (my1510.cn). Von Sun Xiaoji 孙骁骥. Übersetzung: Jessica Mayer.

Viele meiner ehemaligen Schulkameraden haben die Beamtenprüfung bestanden und sind zu den „Erfolgreichen“ in der heutigen Mainstream-Gesellschaft geworden. In ihren Augen gehören wir, die wir uns außerhalb des Systems durchschlagen, zu denen, die eine nicht so gute Perspektive im Leben haben. Hin und wieder aber kommt es vor, dass sich die „erfolgreich“ Gebenden mir Shitizen, zu dem sie normalerweise nicht aufschauen würden, ihr Leid klagen, was sie sonst nirgends tun können. Die meisten Klagen haben mit ihren vagen beruflichen Aufstiegschancen zu tun, und damit, dass es schwer sei, dem Chef zu dienen. Und was dieses Problem betrifft, gäbe es zu viele Konkurrenten, die auf eine Gelegenheit lauern würden. Würde man nicht aufpassen, würde einem eine Chance weggeschnappt.

Ich habe noch nie beim Staat gearbeitet, das meiste, was ich darüber weiss, habe ich mir durch Lektüre und die Medien angeeignet. Die Sache mit dem „dem Chef aufwarten“ habe ich ursprünglich nur für etwas gehalten, was sich Leute, die keine anderen Sorgen haben, in ihrer Mußezeit von der Leber reden. Später aber fand ich heraus, dass es nicht nur Geplauder ist und auch kein Einzelfall, sondern dass so gut wie alle, die im Staatsdienst Karriere machen wollen, ähnliche Sorgen haben. Außerdem verwenden sie einen Großteil ihrer Energie bei der Arbeit darauf, dem Chef zu Gefallen zu sein. Und diejenigen, die sich gut behaupten, achten ganz besonders darauf.

In den letzten Tagen berichteten die Medien von einem Landrat aus der Inneren Mongolei, der ihm Höhergestellte betreute, indem er sie an einem Tag acht Mal in ein Thermalbad begleitete, wo er schließlich kollabierte. Als ich das erfuhr, musste ich sofort an meine sich im Yamen abstrampelnden Schulfreunde denken. Sich innerhalb des Systems durchzuschlagen ist wirklich nicht leicht, man braucht nicht nur einen übermenschlichen Mut, sondern muss sich auch einen guten Körper antrainieren. Sonst schlängeln sie sich zwar durch ihr Beamtenleben, sind aber letztendlich nichts anderes als Diaosi (das chinesische Prekariat).

Auch musste ich dabei an das Buch „Bureaucracy: What Government Agencies Do and why they do it“ von James Q. Wilson denken. Es ist ein Klassiker, der die public policy untersucht. Der Autor analysiert die Funktionsweise der wesentlichen öffentlichen Institutionen in den USA. Obwohl es ausschliesslich die US-Administration behandelt, kann China viele Lehren aus dem Buch ziehen. Denn egal, ob es die Regierung der USA oder Chinas ist und egal, ob es eine vom Volk gewählte oder nicht vom Volk gewählte Regierung ist, gibt es doch einige grundlegende Analogien. Zumindest habe ich durch dieses Buch den systemischen Grund dafür erfahren, warum die Arbeit der chinesischen Beamten hauptsächlich darin besteht, den Chef ins Thermalbad zu begleiten.

Es ist allgemein bekannt, dass selbst in demokratischen Ländern innerhalb der Bürokratie nur sehr wenige Regierungsbeamte in ihr Amt gewählt werden (in China gibt es überhaupt keine). Ernennung, Entlassung und Karriere der meisten Beamten werden innerhalb der Bürokratie entschieden. Wilson ist der Ansicht, dass die durch die „interne Kultur“ der Bürokratie definierten Aufstiegsnormen ein heikles Problem nach sich ziehen, nämlich dass sich die Regierungsbeamten ausschliesslich auf die Faktoren konzentrieren, die karrierefördernd sind und dabei ihre anderen Pflichten vernachlässigen. Diese Karriere-Faktoren entscheiden sich durch die quantifizierbaren Erfolge, die die Regierungsstellen selbst formuliert haben und die ausreichen, um über die Karriere der Beamten zu entscheiden. Folglich herrscht in den Regierungsabteilungen das Greshams Gesetz, nämlich: Arbeit, die messbare Erfolge erzielt, neigt dazu, solche Arbeit zu verdrängen, die nicht-messbare Erfolge erzeugt.

In China ist das BIP ein wichtiges quantitatives Kriterium im Bewertungssystem für die Bürokratie, und das chinesische BIP wird ausgerechnet hauptsächlich von staatlichen Investitionen angetrieben. Entscheidend bei der regionalen Wirtschaftsentwicklung ist es, von übergeordneten Regierungsstellen Politikmaßnahmen, Projekte und Finanzmittel zu erkämpfen.

Bei der Disponierung über Finanzmittel für bedeutende wirtschaftliche Projekte haben in den meisten Fällen die Leiter der übergeordneten Stellen das letzte Wort. Die Nähe der persönlichen Beziehung zwischen niedrigerrangigen Beamten und ihren Leitern ist deshalb außerordentlich wichtig. Sie entscheidet direkt darüber, ob Projekte durchführbar sind oder nicht. Und die Projekte selbst haben wiederum Einfluss auf die Karriere des niedrigerrangigen Beamten.

Innerhalb dieser von der Zentrale zur Lokalebene abwärtsgerichteten abgestuften Kontrolle und dieses von unten nach oben gerichteten abgestuften Verantwortungssystems hat die natürliche Verbindung zwischen BIP-Wachstum und dem „Dienst am Chef“ dazu geführt, dass der Fußwasch-Palast und der Nachtklub zu wichtigen Ressourcen geworden sind, um die Gunst des Chefs zu gewinnen und um das BIP deutlich wachsen zu lassen. Wie kann es innerhalb eines solchen Systems für die chinesischen Beamten noch andere Hauptaufgaben geben, als um jeden Preis den Chef ins Bad zu begleiten?

(…)Der Kern des Problems liegt darin: ob der Badbesuch erfolgreich ist entscheidet darüber, ob die messbare Evaluierung des Beamten in Zukunft deutlich besser ausfällt. Wenn man den Chef einmal für sich gewonnen hat, dann muss man sofort dranbleiben, man muss die Ressourcen einsacken, die Projekte aufstellen und die Investitionen antreiben. Nur so werden die Zahlen gut aussehen und eine zukünftige Beförderung rückt in greifbare Nähe.

Es gibt vielleicht Leute, die dieses System begrüßen: schau her, du musst nur den Chef für dich gewinnen, ihn öfter in den Fußwasch-Palast begleiten und schon werden die Projekte genehmigt und die Wirtschaft erfährt einen Auftrieb. So ein hocheffizientes System ist weltweit einmalig, ist es nicht lobenswert? So ein jeder Moral entbehrendes Lob kann man wie folgt entkräften:

Chinas derzeitiges bürokratisches System ist ein von unten nach oben gerichtetes Verantwortungssystem. Keiner der Beamten, gleich welcher Stufe, muss sich vor einer Wählerschaft verantworten. Man ist nur der übergeordneten Ebene verantwortlich, indem man politische Rekords und Statistiken erzielt, die den Chef zufriedenstellen. Das ist in der Tat hocheffizient. Die Ergebnisse des von Investitionen angetriebenen Wirtschaftswachstums sind auch sehr evident. Aber bitte vergesst nicht, dass das Wesen der Regierung ein anderes ist als das der kommerziellen Institutionen. Ihre Pflicht ist es nicht, Geld zu verdienen, sondern in größtmöglichem Ausmaß der Gesellschaft öffentliche Güter und Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen.

Zu diesen öffentlichen Gütern, die die Regierung eigentlich anbieten sollte, gehört die Ankurbelung der Wirtschaftsentwicklung nicht. Denn die Wirtschaftsentwicklung stützt sich im Grunde genommen auf die Entwicklung des Privatkapitals. Wenn die Regierung damit etwas wuchern kann, dann ist es eine gute Sache.
Aber zu den öffentlichen Gütern, die die Regierung den Menschen anbieten sollte, gehören ein gutes Sozialwesen, eine saubere Umwelt, Rechtschaffenheit der Beamten, usw.. So kann sie das Vertrauen der Wähler generieren. In diesen Aspekten liegt die Effizienz der Regierung mehr oder weniger bei Null.

Genau wie James Wilson sagte: Selbst wenn eine Regierung in ihren Investitionsprojekten eher langsam vorgeht, ist sie, solange sie aufrichtig ist, verantwortungsvoll handelt und angemessen auf den geachteten Wähler eingeht, eine hocheffiziente Regierung. Das dürfte in einem Land, in dem die Beamten ihre Chefs acht Mal täglich ins Thermalbad begleiten müssen, nur ein ferner Traum bleiben.


Der Stelzentanz in China

Monday, 28.1.2013

“… Auf Wunsch unseres Internetnutzers Lothar Klee wollen wir Ihnen heute den Stelzentanz in China vorstellen …” Quelle: CRI. Vgl. 走兽高跷的历史渊源 (china001.com).


China macht sich im Mittelmeerraum breit

Monday, 28.1.2013

“… Einstieg der Chinesen in mehrere grosse Häfen …” Quelle: cash.ch/Reuters.


Klavierexport nach China: Tasten “Made in Germany”

Monday, 28.1.2013

Video. Von Iris Völlnagel und Christine Adelhardt. Quelle: tagesschau.de.